Erweiterter Bericht und Diskussion zum Kontrollfang August 2017

Die Netzbefischung von Herrn Till Seume Fischmeister beim Landes-Fischerei-Verband im Sommer hat bezüglich des Felchenbestands sehr gute Ergebnisse gebracht.

Siehe Fangergebnisse: Fangergebnisse Römerrast August 2017

Zum Felchenfang wurden im Sommer vier mesopelagische Multi-Maschennetze von je 30 Meter Länge eingesetzt. Die Netze waren 6 Meter hoch und wurden auf einer Tiefe von 1-7 Meter eingestellt, wobei 12 verschiedenen Maschenweiten von 5-55 mm vorhanden waren.

Die Fänge wurden unserem Satzfischlieferanten vom Laacher See mitgeteilt, der den ausgesprochen guten Ernährungszustand feststellte, der auf den Nahrungsreichtum und somit gute Eignung des Gewässers für Felchen hinweist.

Im Ursprungsgewässer dem Laacher See hatten die diesjährigen  Felchen zum selben Zeitraum nur eine Länge von 10cm.

Dreijährige haben im Ursprungsgewässer um 300g, ältere auch selten über 500g. Kilofische werden dort mit der Netzfischerei vielleicht nur einmal jährlich gefangen.

Daher wird bei uns in der Römerrast angenommen, dass bei unseren Felchen aufgrund des sehr guten Wachstum die Felchen aus Erstbesatz 2013 seit spätestens 2016 geschlechtsreif gewesen sein müssten.

Unser Felchenlieferant schlägt daher auf Basis dieser Untersuchung vor, weitere zwei Jahre Felchenbrut zu besetzen. Dann soll einmal im Frühjahr auf den Besatz verzichtet werden um im selben Jahr dann noch eine Netzbefischung durchzuführen womit dann evtl. ein Nachweis der Reproduktion festgestellt werden kann.

Ausblick:

Da die Fische so üppig abwachsen, scheint die Kapazität des Gewässers noch nicht annähernd ausgereizt, so dass der Felchenbestand noch ein wenig hochfahren werden kann.

Anschließend kann durch die Befischung der Felchen in Portionsgröße eine schöne produktive, gut reglementierte Angelbewirtschaftung stattfinden (Aussage Satzfischlieferant). Wenn nachgewiesen wird, dass der Felchenbestand selbstreproduzierend ist, sollen Seesaiblinge besetzt werden.

Unabhängig davon hat sich der Hecht in der Römerrast vermehrt, was der regelmäßige Fang von Junghechten zeigt. Der Hecht wird wahrscheinlich durch den guten Felchenbestand gut abwachsen, so dass in Zukunft mit sehr großen Hechten – Stichwort Maränenhechte – zu rechnen ist.

Zurzeit werden die Rahmenbedingungen für den Felchenfang an der Römerrast ausgearbeitet. So sollen Schonzeiten und Mindestmaße nach Absprache mit Fachleuten festgelegt werden. Wir gehen davon aus, dass bis zur Jahreshauptversammlung die Rahmenbedingungen für die Felchenfischerei festgelegt werden, so dass in der Saison 2018 erstmalig auf Felchen gefischt werden kann.